Lösung
Die zusätzlichen Untersuchungen über Baugrund, Betonfestigkeit und Schwingungsverhalten
führten zum Ergebnis, daß eine Reparatur des Fundaments möglich und in Hinblick auf die
betrieblichen Randbedingungen sinnvoll ist. Hinweise auf baugrundbedingte Ursachen für die
eingetretenen Schäden wurden nicht festgestellt.
Die Durchführung der Sanierung erfolgte durch zwei verschiedene, sich gegenseitig unterstützende, konstruktive Maßnahmen:
Maßnahme 1 umfaßte engmaschige Kunstharzinjektionen mit 2-Komponenen-Material zur Verfestigung
des Fundaments. Dabei wurde mit geringen Injektionsdrücken (? 10 bar) gearbeitet, um Fundament-zerstörungen zu vermeiden.

Bewehrung unterer Gang
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Bauzustand
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Maßnahme 2 umfaßte die Herstellung eines bewehrten Biegebalkens, der den unteren Fundament-
gang vollständig ausfüllt und der skelettartig die beiden durch die Gänge geschwächten Blöcke
des Fundaments verbindet. Hierzu werden die im Fundament vorhandenen Ankertaschen für die Schienenanker durch bewehrte Betonplomben in den Biegebalken integriert
Um diese Maßnahme durchführen zu können, mußte die derzeitige Funktion des unteren Fundament-
gangs aufgeben werden. Hierzu wurde eine Emulsionstrennanlage als Ersatz für die Absetzbecken des
unteren Gangs über Flur eingerichtet.
Die Umbaumaßnahmen im Bereich der Walzenstraße konnten nur während der Betriebsruhe im Sommer durchgeführt werden. Hierzu standen drei Wochen zur Verfügung.
Die geplante Fundamentsanierung wurde innerhalb dieses Zeitfensters termingerecht abgewickelt, was für
die ausführenden Unternehmen eine Herausforderung bedeutete. Hierzu wurden Terminpläne auf Tages-
basis erarbeitet, die strikt eingehalten werden mussten.
Trotz der sehr schwierigen Randbedingungen wurde das Projekt exakt im Zeitplan durchgeführt, so daß
der Betrieb pünktlich und mit größter Zuverlässigkeit wieder aufgenommen werden konnte.