Schlingengrube mit Hubvorrichtung für die Entsorgung von Schrott

Kunde

Bilstein-Gruppe, Hagen

Problem

In Kaltwalzwerken werden bei Längsteilanlagen häufig sogenannte Schlingengruben vorgesehen, zur Pufferung des Bandes zwischen dem diskontinuierlichen Transport durch die Schere und beispielsweise dem kontinuierlichen Transport durch eine Richtmaschine. Aufgrund unplanmäßiger Vorgänge fällt in der Regel Schrottmaterial an, das sich auf dem Boden der Schlingengrube (die bis zu 16 m tief sein kann) ansammelt und anhäuft.

Es handelt sich dabei meist um Saumschrott, auch um ganze Bandabschnitte mit größeren Längen. Sobald das in die Grube herabfallende Material auf dem Boden der Grube eine bestimmte Höhe erreicht, muß diese Material aus der Grube entfernt werden, da sonst die Funktion der Grube für die Bandpufferung nicht mehr gewährleistet ist.

Stand der Technik

Bei den oft üblichen Schlingengruben wird der Schrott manuell entfernt, was sehr aufwendig und zeitintensiv ist. Um die daraus resultierenden Anlagenstillstände möglichst gering zu halten, wird die Schrottentsorgung nur in relativ großen Zeitabständen durchgeführt. Das bedingt allerdings, daß die Auslegung der Grubentiefe eine entsprechend hohe Anhäufung des Schrotts zulässt mit der Folge, daß die Gruben sehr tief ausgeführt werden mit hohen Herstellkosten.

Lösung

Die von Q & P entwickelte Hubvorrichtung für die Schrottentsorgung hat das Ziel, manuelle Arbeiten innerhalb der Grube zu vermeiden. Sie sorgt dafür, daß das Schrottmaterial vollständig aufgefangen und schnell und sicher vom Grubenboden auf das Hallenniveau gefördert wird.

Arbeitsstellung

Schrottentsorgung

Detail
Die Hubvorrichtung besteht aus einer den geometrischen Abmessungen der Grube angepassten Stahlwanne und aus Standardkomponenten der Fördertechnik: Rollenlagerung der Wanne in Ver- bindung mit Lineareinheiten für die vertikale Führung sowie stationären Kettenzügen oder Seilzügen am oberen Grubenrand. Am oberen Rand der Stahlwanne ist eine verformbare Abdichtung angeordnet. Sie verhindert das Herabfallen von Schrottmaterial auf den Grubenboden und sie ist andererseits so ausgebildet, dass auch bei der Hochförderung der Wanne zur Schrottentsorgung größere Bauungenauigkeiten toleriert werden können.

Einbringen der Wanne

Bewegungsvorgang
Ergebnis

Nach Konzeptfindung wurde Q & P mit der Realisierung dieser Fördereinrichtung als "Lösung aus einer Hand" vom Kunden beauftragt. Die Fertigung und Inbetriebnahme erfolgte problemlos und termingerecht. Die für Revisionszwecke auch für den Personentransport zugelassene Hubvorrichtung hat sich bewährt.